Fragen & Antworten

Der gemeinsame Vertreter, Herr Rechtsanwalt Klaus Nieding, informiert über seine Tätigkeit auf der Internetpräsenz www.anleihe-eterna.de.
Bitte besuchen Sie diese Seite für aktuelle Informationen zur Tätigkeit des gemeinsamen Vertreters.


1. Was ist unter dem Corona-Anleihekonzept 2021 zu verstehen?

 

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Unsicherheiten, wie sich diese auf die Liquiditätssituation und Geschäftstätigkeit der ETERNA-Gruppe auswirkt, hat die Emittentin in 2021 in Zusammenarbeit mit One Square Advisors GmbH („One Square“) ein Konzept erarbeitet, das die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt, um so die Fähigkeit der Emittentin zu gewährleisten, ihren Verpflichtungen aus der Anleihe 2017/2024 gegenüber den Anleihegläubigern weiterhin nachzukommen.

 

 

2. Was ist der Grund für die geplante Anpassung der Anleihebedingungen?

 

Nach der Emission einer zweiten Unternehmensanleihe (Volumen: 25 Mio. EUR, Kupon: 7,75%) im Jahr 2017 hat sich die ETERNA-Gruppe operativ und finanziell positiv entwickelt. Im Zeitraum von 2017 bis 2019, also seit Beginn der bestehenden Finanzstruktur, konnte die ETERNA-Gruppe das operative Ergebnis mit einer jährlichen Wachstumsrate von rund +5% merklich verbessern. Vor Ausbruch der Pandemie steigerte die ETERNA-Gruppe im Geschäftsjahr 2019 den Umsatz auf 106,0 Mio. EUR und gleichzeitig das EBITDA überproportional zum Umsatz um 5,4% auf 13,1 Mio. EUR. Daraus resultierte eine im Branchenvergleich hohe, zweistellige EBITDA-Marge von 12,2%.
Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie befindet sich das operative Geschäft in einer Situation, die so nicht vorhersehbar war. Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 78,7 Mio. EUR, die damit 25,8% unter dem Vorjahreswert von 106,0 Mio. EUR lagen. Seit den Lockdowns und damit einhergehenden Schließungen wurden erheblich geringere Umsätze und Erträge erwirtschaftet. Auch wenn zwischenzeitlich Verkaufsflächen unter strengen Hygieneauflagen wieder geöffnet hatten und haben und auch der Online-Handel möglich war, blieb der Umsatz hinter der ursprünglichen Budgetplanung zurück. Bei vielen Kunden zeigte sich aufgrund fehlender Anlässe (z.B. Geburtstage oder Hochzeiten, sonstige Feierlichkeiten und der Einführung von Homeoffice) eine erhebliche Kaufzurückhaltung. Im ersten Quartal 2021 ging der Umsatz von 14,4 Mio. EUR um 39,7% zurück (Q1 2020: 23,9 Mio. EUR). Dieser Umsatzrückgang führte erstmalig zu einem negativen EBITDA von -0,5 Mio. EUR (Q1 2020: 1,7 Mio. EUR), was in einer EBITDA-Marge von -3,4% resultierte (Q1 2020: +6,9%). Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 auf den Einzelhandel und die Modebranche insgesamt als auch auf das Geschäft der ETERNA-Gruppe sind auch noch nicht abschließend quantifizierbar. Die Pandemie hat das Konsumverhalten der Verbraucher temporär massiv verändert, so dass auch bei Mode laut GfK erhebliche Ausgabenrückgänge von 25% bis 30% verzeichnet werden. Seit Beginn der Pandemie wird anlassbezogene Mode spürbar weniger nachgefragt. Mit dem Produktsortiment an Businesshemden und -blusen ist ETERNA davon besonders betroffen. Zudem ist durch die Verordnungen zum Tragen von medizinischen Masken das Geschäft mit Alltagsmasken seit Jahresbeginn zum Erliegen gekommen.
Die Geschäftsführung hat alle aus ihrer Sicht möglichen Maßnahmen ergriffen, um dem Umsatzrückgang entgegenzusteuern. Hierzu zählen neben Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität (Reduzierung Working Capital (betriebsnotwendiges Vermögen) etc.) auch die Senkung der operativen Kosten (Personal, Marketing, Mieten etc.) sowie die Nutzung von Kurzarbeit und die Inanspruchnahme von Steuerstundungen. Darüber hinaus wurden unter anderem Mund-Nasen-Masken produziert, um zusätzliche Umsätze zu erzielen. Mit einer mittel- bis langfristigen negativen Entwicklung in der Modebranche wurde schon zu Beginn der Corona-Pandemie gerechnet, inkl. des Risikos weiterer Lockdowns verbunden mit der Schließung von Verkaufsflächen und umfassenden Kontaktbeschränkungen sowie der Einschränkung des privaten und öffentlichen Lebens.
Die Geschäftsführung hatte daher bereits in 2020 mit Unterstützung von One Square ein Szenario entwickelt, dass auch im Falle eines längerfristigen Umsatzrückgangs mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sicherstellte, dass der Zins aus der Anleihe bedient werden kann. Im Rahmen dieses Szenarios haben die Anleihegläubiger in einer zweiten Gläubigerversammlung am 17. Dezember 2020 der Verlängerung der Laufzeit der Anleihe bis zum 3. Juni 2024 zugestimmt.
Neben der Anleihe 2017/2024 verfügt ETERNA zusätzlich über ein Schuldscheindarlehen mit einem ausstehenden Volumen von 25 Mio. EUR, das von der ETERNA Mode GmbH aufgenommen worden ist („Schuldscheindarlehen“). Das Schuldscheindarlehen hat grundsätzlich eine Laufzeit bis zum 10. Juni 2023.
Das von der Emittentin mit One Square entwickelte Konzept trägt grundsätzlich. Durch den erneuten Lockdown seit 16. Dezember 2020 ist es jedoch zu einer so nicht erwarteten weiteren Beeinträchtigung des Geschäfts gekommen. Dies hat dazu geführt, dass Financial Covenants gemäß den Vereinbarungen mit den Gläubigern des von der Emittentin begebenen Schuldscheindarlehens zum 31. März 2021 nicht eingehalten werden konnten. Die Gläubiger des Schuldscheindarlehens haben nunmehr, als Voraussetzung dafür, dass von Kündigungsrechten unter dem Schuldscheindarlehen keinen Gebrauch gemacht wird, verlangt, dass aus dem Vermögen der Gesellschaft keine Zinsen an die Anleihegläubiger gezahlt werden.
Das Management und die Gesellschafter schlagen in Abstimmung mit One Square den Anleihegläubigern vor, dass die Zinszahlung unter der Anleihe 2017/2024 zum Ende der Laufzeit erfolgt, um die Gläubiger des Schuldscheindarlehens von der Ausübung der Kündigungsrechte abzuhalten und die notwendige Liquidität und somit die Werthaltigkeit der Anleihe 2017/2024 in dieser außergewöhnlich schwierigen Marktsituation zu erhalten.
Zur Sicherung der Interessen der Anleihegläubiger soll darüber hinaus ein gemeinsamer Vertreter gewählt werden. Des Weiteren soll der gemeinsame Vertreter angewiesen, ermächtigt und bevollmächtigt werden, die Anleihegläubiger bei sämtlichen Maßnahmen, Erklärungen und Beschlüssen zu vertreten, die zur Umsetzung und zum Vollzug des Beschlusses der Anleihegläubiger zu Punkt 3 der Tagesordnung (Beschlussfassung über Zinszahlung am Ende der Laufzeit) geeignet und erforderlich oder zweckdienlich sind. Der gemeinsame Vertreter wird auch angewiesen, ermächtigt und bevollmächtigt, entsprechenden Änderungen der Anleihebedingungen zuzustimmen. Die weiteren Punkte finden Sie unter TOP 2 der Aufforderung zur Stimmabgabe.

 

 

3. Welche Maßnahmen hat die Gesellschaft bislang ergriffen, um wieder profitabel zu werden, und gibt es ein Restrukturierungskonzept?

 

Die ETERNA-Gruppe ist auch in der Krise operativ profitabel, wenngleich die Umsatzeinbußen zu relativ niedrigeren Ergebnissen führen. Das EBITDA der letzten 12 Monate rückwirkend seit März 2021 liegt mit 3,1 Mio. EUR deutlich unter dem EBITDA der letzten 12 Monate rückwirkend seit März 2020 (11,7 Mio. EUR). Die Gesellschaft hat sehr umfangreiche Kostenmaßnahmen (u.a. Personal, Kurzarbeit, Marketing, Mieten) in allen Unternehmensbereichen ergriffen. Prozessoptimierungen wurden forciert und diverse Maßnahmen zur Liquiditätssicherung insbesondere im Bereich Working Capital initiiert. Die ETERNA-Gruppe verfügt nach Einschätzung des Managements bei einer dauerhaften Beendigung der Corona-Krise durch die starke Marke und exzellente Produkte über ein grundsätzlich intaktes Geschäftsmodell. Die ETERNA-Gruppe muss aber weiterhin strategisch wichtige Zukunftsthemen, wie ein unternehmensweites Technologieprojekt, die Digitalisierung, Optimierung der Lieferkette, die Nachhaltigkeitsoffensive sowie die endkundenzentrierte Markenkommunikation noch intensiver vorantreiben, um die Folgen der Krise zu bewältigen.

 

 

4. Wann wird das IDW S6 Gutachten vorliegen?

 

Das aktuelle geplante IDW S6 Gutachten wird nach der aktuellen Planung voraussichtlich im August vorliegen.

 

 

5. Welchen Beitrag leistet der Gesellschafter?

 

Die Gesellschaft befindet sich in konstruktiven Gesprächen mit dem Gesellschafter. Dieser hat seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, bei einer Einigung über das Gesamtkonzept das Eigenkapital zu stärken; die Details werden derzeit noch verhandelt.

 

 

6. Droht eine Insolvenz von ETERNA?

 

Die ETERNA-Gruppe verfügt nach derzeitiger Planung über die notwendige Liquidität für das operative Geschäft und hat auch die im März 2021 auf die Anleihe 2017/2024 fälligen Zinsen gezahlt. Allerdings wurden Financial Covenants nicht eingehalten, was ein Kündigungsgrund unter dem Schuldscheindarlehen begründet. Aktuell gibt es eine temporäre Vereinbarung mit den Schuldscheingläubigern, von diesem Kündigungsrecht keinen Gebrauch zu machen. Im Fall einer Kündigung müsste das Schuldscheindarlehen refinanziert werden, was in der aktuellen Situation und der Kürze der Zeit mit erheblichen Unsicherheiten und Risiken behaftet ist. Zur Beseitigung dieses Kündigungsgrundes ist die Gesellschaft auf eine Einigung mit den Gläubigern des Schuldscheins angewiesen, die die Endfälligkeit der Zinsen unter der Anleihe 2017/2024 gefordert haben. Sollte eine Einigung nicht gelingen, kann dies existenzbedrohend für die Gesellschaft sein.

 

 

7. Welches sind die wichtigsten Anpassungen der Anleihe?

 

Eckpunkte der Anpassung sind:
- Beschlussfassung über Zinszahlung am Ende der Laufzeit der Anleihe.
- Bestellung eines gemeinsamen Vertreters.
Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der Aufforderung zur Stimmabgabe unter „B. Gegenstände der Abstimmung ohne Versammlung und Beschlussvorschläge der Emittentin“. Diese finden Sie in der Rubrik Abstimmung ohne Versammlung auf der Webseite der Emittentin unter unternehmen.eterna.de/de/anleihe.

 

 

8. Warum sind die vorgeschlagenen Anpassungen für die Anleihegläubiger vorteilhaft?

 

Die ETERNA-Gruppe hat in den letzten Jahren vor der Corona-Pandemie gut gewirtschaftet, hat alle Planungen mindestens erfüllt und ist seit Begebung der ersten Unternehmensanleihe 2012/2013 sowie der Unternehmensanleihe im Jahr 2017 ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen. So ist es der ETERNA-Gruppe gelungen, sechs Jahre in Folge den Umsatz und das operative Ergebnis zu steigern. Das Management hat sich als äußerst kompetent und zuverlässig erwiesen und Vertrauen bei den Anlegern und allen Gläubigern aufgebaut.
Die Corona-Krise ist eine der schwersten Wirtschaftskrisen in der Geschichte, von der die ETERNA-Gruppe, wie auch deren Wettbewerber, unverschuldet getroffen sind und vor deren Hintergrund alle bisherigen Planungen massiv revidiert werden mussten. Insgesamt ist eine zuverlässige Planung nur eingeschränkt möglich.
Durch den unerwarteten harten und langen Lockdown seit Dezember 2020 ist die ETERNA-Gruppe nicht in der Lage gewesen, die Vereinbarungen unter dem Schuldscheindarlehen einzuhalten. Eine solche Situation war vertraglich nicht antizipiert. Um existenzbedrohende Ausübungen von Kündigungsrechten durch die Schuldscheingläubiger abzuwenden, ist die Gesellschaft auf eine Einigung mit diesen Gläubigern angewiesen. Diese fordern wiederum, dass keine Liquidität aus der Gesellschaft zur Begleichung der Zinsen der Anleihe abfließt.

9. Wie soll die Anleihe im Jahr 2024 refinanziert werden?

 

Aus heutiger Sicht geht die Emittentin davon aus, dass auch in der vorgenommenen Szenario-Planung die Gesellschaft in 2024 refinanzierungsfähig ist und die Anleihe inklusive Zinsen unter Ausnutzung der vorhandenen Liquidität sowie der Nutzung entsprechender Refinanzierungsoptionen zurückgeführt werden kann. Die Planung wird im Rahmen einer Begutachtung nach dem IDW S6-Standard von unabhängigen Dritten verplausibilisiert. Falls sich hieraus weiterer Handlungsbedarf ergibt, würde die Gesellschaft frühzeitig erforderliche Maßnahmen ergreifen im Rahmen ihrer Optionen.

 

 

10. Wird die Anleihe vor der verlängerten Fälligkeit zurückgeführt, wenn sich die Gesellschaft besser als im Covid-19 Szenario entwickelt?

 

Wie bisher, wird der Gesellschaft das Recht eingeräumt im eigenen Ermessen die Schuldverschreibungen ganz oder teilweise ab dem 3. Juni 2022 zu 101,50 % des jeweiligen Nennbetrags und ab dem 3. Juni 2023 zu 100,50 % des jeweiligen Nennbetrags, zuzüglich nicht gezahlter bis zum jeweiligen vorzeitigen Rückzahlungstag (ausschließlich) aufgelaufenen Zinsen zurückzuzahlen.

 

 

11. Was ist mit den Stückzinsen, die ich beim Kauf der Anleihe seit der letzten Zinszahlung gezahlt habe?

 

Für gezahlte Stückzinsen ergibt sich keine Änderung gegenüber dem Verkäufer der entsprechenden Schuldverschreibungen und auch nicht des grundsätzlichen erworbenen Zinsanspruchs. Der Inhaber hat die entsprechenden Zinsansprüche wirksam gegenüber der Gesellschaft erworben. Diese werden ebenfalls im Rahmen der Zinszahlung vergütet. Diese erfolgt bei einer Anpassung der Anleihebedingungen der Anleihe 2017/2024 jedoch endfällig.

 

 

12. Was war das Ergebnis der Abstimmung ohne Versammlung?

 

In der Abstimmung ohne Versammlung der Gläubiger der ETERNA Unternehmensanleihe 2017/2024 (ISIN: DE000A2E4XE4) haben weniger als 50% des ausstehenden Anleihevolumens abgestimmt, sodass das gemäß § 18 SchVG erforderliche Beschlussquorum nicht erreicht wurde. Damit lag, wie bei Gläubigerversammlungen häufig der Fall, für die erste Abstimmung keine Beschlussfähigkeit vor.
Da die erste Abstimmung ohne Versammlung die Beschlussfähigkeit nicht erreicht hat, wurde eine zweite Gläubigerabstimmung einberufen.

 

 

13. Wofür haben sich die Anleihegläubiger in der Abstimmung ohne Versammlung mehrheitlich ausgesprochen?

 

Die vorgeschlagenen Anpassungen sowie die Wahl eines gemeinsamen Vertreter aller Anleihegläubiger haben bei den teilnehmenden Anleihegläubigern Zustimmung gefunden. Allerdings wurde das Quorum in Höhe von 50% verfehlt, sodass keine Beschlussfähigkeit gegeben war und Abstimmungsergebnis veröffentlicht wird.

 

 

14. Unter welchen Voraussetzungen ist die zweite Gläubigerversammlung beschlussfähig?

 

Gemäß § 15 Absatz 3 Satz 3 SchVG ist die zweite Versammlung grundsätzlich beschlussfähig; für Beschlüsse, zu deren Wirksamkeit eine qualifizierte Mehrheit erforderlich ist (was für TOP 2 und 3 der Tagesordnung zutrifft) müssen die Anwesenden mindestens 25% der ausstehenden Schuldverschreibungen vertreten. Beschlüsse bedürfen zu ihrer Wirksamkeit grundsätzlich einer einfachen Mehrheit von mehr als 50% der an der Abstimmung teilnehmenden Stimmrechte. Die vorgeschlagenen Beschlüsse zu TOP 2 und 3 bedürfen darüber hinaus zu ihrer Wirksamkeit einer qualifizierten Mehrheit von 75% der an der Abstimmung teilnehmenden Stimmrechte. Ein mit der erforderlichen Mehrheit gefasster Beschluss der Anleihegläubiger ist für alle Anleihegläubiger gleichermaßen verbindlich.

 

 

15. Wann findet die zweite Gläubigerversammlung statt und wie kann ich als Anleihegläubiger teilnehmen?

 

Die zweite Gläubigerversammlung findet am 16. Juli 2021 um 09:00 Uhr (Einlass: 08:00 Uhr) im Gebäude der eterna Mode Holding GmbH, Medienstraße 12, 94036 Passau statt. Die Gesellschaft bittet vor dem Hintergrund der Corona-Krise darum, von einer persönlichen Anreise abzusehen und stattdessen die von der Gesellschaft benannte, Stimmrechtsvertreterinnen, Frau Daniela Gebauer und Frau Norma Laaziri, beide Mitarbeiterinnen der Link Market Services GmbH, für Sie als Anleihegläubiger abzustimmen.
Zur Teilnahme an der Gläubigerversammlung ist jeder Inhaber von zu den Inhaber-Schuldverschreibungen 2017/2024 gehörigen Teilschuldverschreibungen („Anleihegläubiger“) berechtigt. An der Abstimmung kann jeder teilnahmeberechtigte Anleihegläubiger nach Maßgabe des von ihm gehaltenen Nennbetrags der ausstehenden Teilschuldverschreibungen der Anleihe teilnehmen. Im Übrigen gilt § 6 SchVG.
Die Anleihegläubiger müssen den Nachweis ihrer Berechtigung zur Teilnahme an der Versammlung und der Abstimmung durch eine in Textform (§ 126b BGB) erstellte besondere Bescheinigung der Depotbank („besonderer Nachweis“) und die Vorlage eines Sperrvermerks der Depotbank („Sperrvermerk“) zugunsten der Zahlstelle als Hinterlegungsstelle erbringen.
Anleihegläubiger sollten sich wegen der Ausstellung des besonderen Nachweises und des Sperrvermerks mit ihrem depotführenden Institut in Verbindung setzen.
Ein Musterformular für den besonderen Nachweis mit Sperrvermerk kann auf der Internetseite der ETERNA Mode GmbH in der Rubrik Anleihe/2. Gläubigerversammlung – unternehmen.eterna.de/de/anleihe abgerufen werden.

 

 

16. Wie kann ich die zweite Gläubigerversammlung online verfolgen?

 

Gläubiger, die auf eine persönliche Teilnahme verzichten, können die Versammlung online verfolgen, nachdem Sie uns einen gültigen Sperrvermerk zukommen lassen haben. Die zur Verfolgung der Online-Übertragung erforderlichen Zugangsdaten erhalten interessierte Gläubiger nach Übersendung eines gültigen Sperrvermerks. Gläubiger, die die Online-Übertragung verfolgen wollen, werden aus organisatorischen Gründen darum gebeten, den Sperrvermerk möglichst frühzeitig, spätestens bis zum Beginn der Versammlung, und möglichst unter Angabe einer E-Mail-Adresse zu übersenden. Sofern Sie mit der Technik nicht vertraut sind und Fragen dazu haben, melden Sie sich gerne im Vorfeld und wir erklären Ihnen die Vorgehensweise in einem Testlauf. Ein Zugang über die Internet-Verbindung ist grundsätzlich - eine entsprechend stabile Leitung vorausgesetzt - über Computer, Tablet oder Smartphone möglich. In diesem Fall können Sie nur zuhören bzw. online auch zuschauen. Einfluss nehmen können Sie z.B. durch Vollmachtserteilung an die Stimmrechtsvertreterinnen und Weisungen per E-Mail gemäß Ziffer 3.5. Auch die One Square Advisory Services GmbH plant, solche Bevollmächtigungen und Weisungen zu ermöglichen. Wir ermöglichen Ihnen auch, im Vorfeld Fragen bereits bei der Gesellschaft einzureichen. Die Gesellschaft wird dann prüfen, ob sie diese bereits im Vorfeld durch Information auf der Internetseite der eterna Mode Holding GmbH (https://unternehmen.eterna.de/de/anleihe) für alle Gläubiger beantworten kann. Senden Sie Ihre Fragen bitte per E-Mail oder Post an die Emittentin, die genaue Adresse finden Sie auf der vorstehenden auf der Internetseite der eterna Mode Holding GmbH in der Rubrik „Anleihe“. Wir werden Sie auf Antworten hinweisen. Bitte beachten Sie, dass die eterna Mode Holding GmbH nicht bei technischen Schwierigkeiten, die in der elektronischen Kommunikation immer wieder vorkommen können, haftet.

 

 

17. Was ist ein Besonderer Nachweis bzw. ein Sperrvermerk?

 

Die Anleihegläubiger müssen den Nachweis ihrer Berechtigung zur Teilnahme an der Versammlung und der Abstimmung durch eine in Textform (§ 126b BGB) erstellte besondere Bescheinigung der Depotbank („besonderer Nachweis“) und die Vorlage eines Sperrvermerks der Depotbank („Sperrvermerk“) zugunsten der Zahlstelle als Hinterlegungsstelle erbringen. Der besondere Nachweis ist eine Bescheinigung der Depotbank des betreffenden Anleihegläubigers, die den vollen Namen und die volle Anschrift des Anleihegläubigers enthält und den Gesamtnennbetrag der Teilschuldverschreibungen angibt, den gesamten Nennbetrag der Schuldverschreibungen angibt, die am Ausstellungstag dieser Bescheinigung dem bei dieser Depotbank bestehenden Depot dieses Anleihegläubigers gutgeschrieben sind. Im Sinn der Anleihebedingungen bezeichnet „Depotbank“ ein Bank- oder sonstiges Finanzinstitut (einschließlich Clearstream, Clearstream Luxemburg und Euroclear), das eine Genehmigung für das Wertpapier-Depotgeschäft hat und bei dem der Anleihegläubiger Teilschuldverschreibungen im Depot verwahren lässt.

Anleihegläubiger sollten sich wegen der Ausstellung des besonderen Nachweises und des Sperrvermerks mit ihrem depotführenden Institut in Verbindung setzen.


Ein Musterformular für den besonderen Nachweis kann auf der Internetseite der eterna Mode Holding GmbH in der Rubrik „Anleihe“ abgerufen werden.

 

 

18. Wie werden die Stimmen gezählt und gewichtet?

 

An der zweiten Gläubigerversammlung nimmt jeder Anleihegläubiger nach Maßgabe des von ihm gehaltenen Nennbetrages der im Zeitpunkt der Beschlussfassung ausstehenden Inhaber-Schuldverschreibungen 2017/2024 teil. Jede Schuldverschreibung im Nennbetrag von 1.000,00 Euro gewährt eine Stimme.

 

 

19. Gelten die Beschlüsse auch für Anleihegläubiger, die gegen die Beschlussfassungen stimmen?

 

Gemäß § 5 Abs. 2 des Schuldverschreibungsgesetzes sind Mehrheitsbeschlüsse der Gläubiger derselben Anleihe für alle Gläubiger gleichermaßen verbindlich. Demnach gelten mehrheitlich gefasste Beschlüsse für alle Anleihegläubiger gleichermaßen, auch wenn diese gegen den Beschluss gestimmt haben.

 

 

20. Was passiert, wenn das Quorum von 25 Prozent nicht erreicht wird oder die Mehrheit der Anleihegläubiger gegen die Beschlussvorlage stimmt?

 

Die zweite Gläubigerversammlung ist grundsätzlich handlungsfähig. Allerdings erfordern die vorgeschlagenen Beschlüsse zu Top 2 und 3 ein Quorum von 25% (für TOP 1 ist dies nicht notwendig). Sollte dieses Quorum nicht erreicht werden oder die Mehrheit der Anleihegläubiger gegen das Anleihekonzept stimmen, können die geplanten Anpassungen nicht umgesetzt werden. Es besteht ein wesentliches Risiko, dass die Schuldscheindarlehen dann gekündigt werden. In diesem Fall müsste die ETERNA-Gruppe das Schuldscheindarlehen kurzfristig zurückführen. Dies ist aus derzeitiger Sicht aus dem frei verfügbaren Kassenbestand nicht möglich. ETERNA müsste für so einen Fall sämtliche Optionen prüfen, die rechtlich zur Verfügung stehen mit aus heutiger Sicht ungewissem Ausgang.